Gutachten gemäß EEG 2012 für

Einsatzstoffvergütungsklassen

Die Einspeisungsvergütung hängt von den Rohstoffen ab, die für die Biomasse verwendet werden. Generell unterscheidet die BiomasseV zwischen Einsatzstoffe ohne Einsatzstoffvergütungsklasse, Einsatzstoffe der Einsatzstoffvergütungsklasse I und II. Bei Strom aus Biomasse die aus Rohstoffen besteht, die keinen Anspruch auf eine einsatzstoffbezogene Vergütung haben, wird die Grundvergütung abgerechnet. Bei der Verwendung von Rohstoffen, die der Einsatzstoffvergütungsklasse I und II zugeordnet werden können, wird zu der Grundvergütung die einsatzstoffbezogene Vergütung zusätzlich abgerechnet. Die Höhe der einsatzstoffbezogenen Vergütung variiert je nach Einsatzstoffvergütungsklasse und Leistung der Anlage.

mit Mindestwärmenutzung

Die Mindestwärmenutzung beinhaltet, dass mindestens 25% des Stroms im Jahr der Inbetriebnahme sowie im ersten Folgejahr und danach 60% des Stroms in Kraft-Wärme-Kopplung erzeugt werden muss. Weiterhin muss die anrechenbare Wärme gemäß der Positivliste in Anlage 2 EEG 2012 genutzt werden. Darunter fällt u.a. die Warmwasserbereitstellung, Beheizung von Gebäuden und die Einspeisung der Wärme in ein Leistungsnetz. Bei Biogasanlagen können pro Jahr 25 %-Punkte auf die Fermenterheizung angerechnet werden.

Einsatzstoffvergütungsklassen mit Mindesteinsatz Gülle

Die Überprüfung der Anforderungen für Mindesteinsatz Gülle kann statt der Mindestwärmenutzung durchgeführt werden. Voraussetzung hierfür ist, dass der Masseanteil von Gülle zur Stromgewinnung aus Biogas mindestens 60% beträgt.

Vergärung von Gülle gem. § 27b

Einige Energieversorger fordern von den Anlagenbetreibern ein Gutachten über die Einhaltung der mind. 80 Masseprozent an Gülle bei der Stromerzeugung aus Biogas. Weiterhin darf die installierte Leistung max. 75 kW betragen. Dieses Gutachten von einem Umweltgutachter ist nicht gesetzlich vorgeschrieben. Wir unterstützen Sie gerne bei der Prüfung des Mindestanteils an Gülle.

Flexibilitätsprämie

Mit der Einführung des EEG 2012 wurden die Bedingungen zur Stromeinspeisung vom Gesetzgeber geändert. Die Betreiber von Biogasanlagen können seitdem ihren Strom direkt an der Strombörse anbieten. Dabei kann u.a. die Flexibilitätsprämie in Anspruch genommen werden. Die Flexibilitätsprämie können sowohl Betreiber von Altanlagen, die in das neue Marktprämiensystem wechseln, als auch Betreiber von Neuanlagen, die nach dem 1.1.2012 erbaut wurden, beanspruchen.

Die Flexibilitätsprämie hat das Ziel, den Anteil an einer regelbaren, nachfrageorientierten Stromversorgung zu erhöhen, um bei starker Nachfrage möglichst viel Strom aus erneuerbaren Energien produzieren zu können. Durch die Zusatzzahlungen soll ein Anreiz zu Investitionen in den Ausbau der Biogasanlagen geschaffen werden, der diese flexible Stromproduktion ermöglicht. Die Flexibilitätsprämie bietet den Anlagenbetreibern durch die Direktvermarktung die Möglichkeit einer Erlössteigerung. Die technische Eignung der Anlage ist einmalig durch einen Umweltgutachter zu bestätigen. Grundlage für dieses Gutachten bildet ein dreitägiger Demonstrationsbetrieb.